Filminfo

Erstaufführung

Fahrenheit 11/9 (teilweise OmU)

USA 2018, Laufzeit: 128 Min.
Regie: Michael Moore
>> www.weltkino.de/filme/fahrenheit-11-9

Wir zeigen diesen Film:
Donnerstag31.01OmU18:00 Uhr
Freitag01.02OmU20:30 Uhr
Samstag02.02OmU20:30 Uhr
Sonntag03.02OmU20:15 Uhr
Montag04.02OmU18:00 Uhr
Dienstag05.02OmU20:30 Uhr

Michael Moore macht nicht viel Federlesen. Hat er nie gemacht. Und jetzt erst recht nicht. Nicht in den Zeiten von Donald Trump als Präsident. Er überführt George Clooney des Irrtums. Der hatte glatt geglaubt, der angebliche Selfmade-Man mit erwiesen reichen Eltern könne nie der mächtigste Mann der Welt werden. Falsch gedacht. Am 9. November 2016 durfte sich Trump – vermutlich zu seiner eigenen Überraschung – als nächster Präsident der USA feiern lassen. Folgerichtig taufte Moore die Toure de Force, verkleidet als Dokumentarfilm, FAHRENHEIT 11/9. Der Titel spielt aufseinen Film über das Twin-Tower-Attentat Fahrenheit 9/11 und natürlich auf den dystopischen Roman „Fahrenheit 451“ an. Dabei ist die hoch erhitzte Abrechnung mit Trump keineswegs ein reiner Runterzieher oder schiere Polemik. Moore hat Witz und den spielt er aus. Ja, er zeigt, was sich so alles tut in Amerika, wie der weiße alte Mann die Massen aufheizt, wie der Millionär die Armen immer ärmer macht. Er schneidet gar über eine Trump-Rede Bilder von Adolf Hitler. So weit, so fies. Spannend wird es aber vor allem, wenn er zeigt, wie die Wahl Menschen demokratischer Gesinnung auf den Plan ruft, wie viele Amerikaner sich wehren. Moores schnell geschnittenes Essay stellt zwei Fragen: Wie in aller Welt konnte das passieren? Und: Wie in aller Welt wird man Trump wieder los? Die Suche nach Antworten treibt den Filmemacher um, und zwar buchstäblich. Überall in den USA sucht er dafür das Gespräch mit den Menschen, die keineswegs alternative Fakten schaffen, aber sehr alternative Meinungen zu Donald Trump haben.