Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Michael Hartung (Charly Hübner) schlägt in der Nacht zum 22. Juni 1984 zu. An einem Bahngleis in der damaligen DDR hat sich etwas verklemmt. Hartung greift zum Vorschlaghammer und verändert Lebensweichen: Der Zug fährt schlagartig von Ost- nach West-Berlin. 127 DDR-Bürgern gelingt per S-Bahn die Flucht. 30 Jahre nach dem Mauerfall entdeckt der Sensationsjournalist Alexander Landmann die Geschichte - und verdreht sie fachkundig. Videothekenbesitzer Hartung wird zum "Helden vom Bahnhof Friedrichstraße" ausgerufen. Seine Tochter ist stolz auf ihn. Talkshows laden ihn ein. Der Bundespräsident will ihn sprechen. Einziger Haken: Michael mag Paula (Christiane Paul), und die saß damals im Zug. Ihr kann er nun wirklich nicht mit einer erfundenen Mutprobe kommen.

Gut 20 Jahre nach GOOD BYE, LENIN! hat der 2024 verstorbene Wolfgang Becker erneut eine tragikomische Ost-West-Geschichte verfilmt. DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE basiert auf dem Roman von Maxim Leo. Beckers Übersetzung fürs Kino gelang leichtgängig, vor allem, weil Charly Hübner ein ganz wunderbarer Antiheld ist. Daniel Brühl spielt - als Verbeugung vor GOOD BYE, LENIN! und im Nachhinein als Hommage an Wolfgang Becker - eine Nebenrolle. In der Reihe "Sommerkino im filmforum".

Drama; Deutschland 2025; Regie: Wolfgang Becker; Darsteller: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich u.a.

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Ab 6 Jahren  |  113 Minuten