Filminfo

Erstaufführung

Ein Dorf sieht schwarz

Frankreich 2016, Laufzeit: 94 Min., FSK ohne Altersbeschränkung
Regie: Julien Rambaldi
Darsteller: Marc Zinga, Aïssa Maïga, Bayron Lebli
>> www.ein-dorf-sieht-schwarz.de

Wir zeigen diesen Film:
Sonntag23.0415:30 Uhr
Sonntag23.0421:00 Uhr
Montag24.0418:30 Uhr
Dienstag25.0418:30 Uhr
Mittwoch26.0416:00 Uhr
Mittwoch26.0418:30 Uhr
Donnerstag27.0418:30 Uhr
Freitag28.0418:30 Uhr
Samstag29.0415:30 Uhr
Samstag29.0418:30 Uhr
Sonntag30.0418:30 Uhr
Montag01.0521:00 Uhr
Dienstag02.0521:00 Uhr
Mittwoch03.0515:30 Uhr
Mittwoch03.0521:00 Uhr

Das Diplom ist echt. Seyolo Zantoko (Marc Zinga) ist wirklich Arzt. Auch wenn er ein Schwarzer ist. Doch, doch, es gibt Ärzte aus Afrika. In Frankreich hat der junge Mann aus dem Kongo studiert. In seine Heimat will er nicht zurück. Zu wenig Freiheit, zu wenig Demokratie. Im Jahr 1975 nimmt er deshalb eine Stelle als Landarzt in dem Nest Marly-Gomont, irgendwo nördlich von Paris an. Seine Frau Anne (Aïssa Maïga) freut sich. Sie hat am Telefon nur das Wort Paris gehört. Doch die Ernüchterung ist groß, als sie mit ihrem Sohn Kamini (Bayron Lebli) und Tochter Sivi (Médina Diarra) irgendwo im Nirgendwo landet. Damit fangen die Probleme erst an, denn die Dorfbewohner können mit einem Afrikaner gar nichts anfangen. Seyolo Zantoko lässt sich nicht unterkriegen. Mit List, Ausdauer und Können gewinnt er das Vertrauen der Menschen. Pannen und Peinlichkeiten nicht ausgeschlossen. Wirklich fies wird es aber, als der Arzt zwischen die Fronten eines Wahlkampfes gerät.

Regisseur Julien Rambaldi erzählt eine wahre Geschichte, die bereits eine ungewöhnliche Aufarbeitung gefunden hatte. Der französische Rapper Kamini Zantoko, Sohn des Provinzdoktors, hatte sie als witzigen Song ins Internet gestellt und beste Klickzahlen erzielt. Damit ist der Grundton vorgegeben: EIN DORF SIEHT SCHWARZ funktioniert als Feel-Good-Film. Auf französische Weise erzählt: mit burlesken Szenen in der Kneipe, Fußball als Integrationsfaktor und Dialogen, die gekonnt auf eine Pointe aus sind. Der ganz normale Rassismus mit leichter Hand persifliert. Freilich, wenn der Arzt faktenfrei als Abtreiber denunziert wird, lugt das unselige politische Tagesgeschäft ins Kino hinein.